Ausbildungskurse nun auch in der Schweiz
Ab Spätsommer/Herbst finden nun auch Ausbildungskurse in systemischem Anti-Gewalt(R) und Deeskalationstraining in der Schweiz statt. In Kooperation mit einem schweizer Internat, werden hier nun auch Trainer/innen qualifiziert. Das Ausbildungsangebot ist auch gut geignet für Menschen, die mal ihr berufliches Umfeld verlassen wollen, um den Alltagsstress gegen Berge und Kräuterwiesen einzutauschen. Geplant sind verlängerte Blöcke, damit sich eine Anreise lohnt.
Der Zertifikatskurs wird vom Institut für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung durchgeführt. Die Teilnehmer/innen erhalten nach bestandenem Kolloquium das Qualitätssiegel für nachhaltige sytemische Gewaltprävention für ihre Zertifikate .
Erstes Netzwerktreffen für ausgebildete Anti-Gewalt-Trainer/innen in Bonn
Auf vielfachen Wunsch findet das erste Netzwerktreffen für ausgebildete systemische Anti-Gewalt(C)/ Anti-Gewalt und Deeskalation/ und reine Anti-Gewalt-Trainer/innen statt.
Der Termin ist der 02.03.12 in der Familienbildungsstätte Bonn.Wir starten pünktlich um 17.00 Uhr. Anmeldungen sind nur unter info@agt-ausbildung.de möglich.
Neben dem gemeinsamen Austausch sollen hier neue Strömungen, qualitative Weiterentwicklungen,sowie Weiterbildungsmöglichkeiten besprochen werden. Gleichzeitig haben die TN die Möglichkeiten sich untereinander auszutauschen, zu vernetzen und Jobangebote zu verteilen. Den beiden Trainern Andreas Sandvoß und Ulrich Krämer ist daran gelegen nicht nur die Methoden der konfrontativen Pädagogik weiterzuentwickeln, sondern auch neue Strömungen, wie das systemische Anti-Gewalt(C) und Deeskalations-Training, sowie den Kondrontativen Stil Konst(C) zu vermitteln. Das Ziel ist die Qualifizierung der TN und somit die Verbesserung der gewaltpräventiven Arbeit im Sinne der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die ein Recht auf konstruktive und wachstumsorientierte Pädagogik haben.
Institut für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung im November 2011 gegründet
Nach einem halben Jahr Vorbereitung ist es nun geschafft. Das Institut ist gegründet und unterstützt die Umsetzung des systemischen Ansatzes in allen Bereichen der Gewaltprävention. Neben regelmäßigen Qualifizierungen in den Bereichen:
- Deeskalationstechniken (kommunikativ und körperlich)
- Cybermobbing und neue Medien
- Umgang mit schwierigen Menschen in Beruf und Weiterbildung/ Widerstand als Motivation
- Erlebnispädagogische Tools für die effektive Arbeit in Gruppen
- Systemische Methoden für die effektive Arbeit in Gruppen
bieten die Kollegen/innen des Instituts für systemische Gewaltprävention und Qualifizierung unterschiedlichste Trainingsformen an. Sie kommen aus den Arbeitsbereichen: Psychologie/Psychotherapie, Polizei, Schule, JVA, Jugendgerichtshilfe und haben eins gemeinsam: Sie freuen sich mit mir auf die Arbeit mit Ihnen……
In den nächsten Wochen wird die Webseite Online gestellt und Sie können auf die Kompetenz des Instituts zugreifen. Wir arbeiten transparent, nur mit Mehrebenenprogrammen, konfrontativ und wachstumsorientiert. Der systemische Ansatz ist Standard unserer Arbeit………
Allen Interessenten wünschen wir einen gesunden und glücklichen Start ins Jahr 2012.
Neue Ausbildungskurse in systemischem Anti-Gewalt-Training(C) und Deeskalations-Training
Nach dem sehr erfogreichen Start des Ausbildungskurses in Essen, mit Teilnehmern/innen aus ganz Deutschland und der Schweiz, stehen nun die neuen Termine für 2012 fest.
Ausbildungsgruppe Marburg: Start 26.03 und 27.03.12 (noch Plätze frei)
Ausbildungsgruppe Köln, in Kooperation mit der Universität Köln und dem Landschaftsverband Rheinland: Start 06-08.07.12 (noch Plätze frei)
Ausbildungsgruppe Dortmund: Start 21.05 und 22.05.12 (noch Plätze frei)
Zusätzlich zu den Inhalten der Trainingsform, werden kontinuierliche Updateveranstaltungen angeboten, die es den Trainer/innen ermöglichen sollen, sich weiter zu qualifizieren . In Planung sind mehrtägige Indoorveranstaltungen zu den Themen: Erlebnispädagogik mit Zertifikat, Deeskalations-Training, sowie systemische Interventionen.
Fördertöpfe Gewaltprävention
In Zeiten schwacher Finanzlagen sind Einrichtungen, Schulen und Vereine auf Fördergelder angewiesen. Da diese Fördergelder nicht immer leicht zu finden sind, habe ich einige ausgesucht und hier nun auch notiert:
Wenn Ihr Unterstützung in der Beantragung von Fördergeldern benötigt, dann hilft EMCRA(www.emcra.de). Hier werdet Ihr auch durch den Beantragungsprozess begleitet. Zielgruppen sind Vereine, Stiftungen und Unternehmen.
Damit ihr auch wirklich dem Fördergedanken der Organisationen entsprecht, rate ich Euch, die Webseiten genau zu studieren. Hier findet Ihr Informationen rund um die Inhalte und Förderbereiche. Ich habe jetzt besonders die Bereiche Kinder und Jugend herausgesucht.
- Aktion Mensch: www.foerderung.aktion-mensch.de
- Amadeu Antonio Stiftung: www.amadeu-antonio-stiftung.de
- Anne Frank-Fonds: www.annefrank.ch
- Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung: www.kulturprojekte-berlin.de
- BHF-Bank-Stiftung: www.bhf-bank-stiftung.de
- Bürgerstiftung Berlin: www.buergerstiftung-berlin.de
- Bürgerstiftung Hamburg: www.buergerstiftung-hamburg.de
- Bundesliga- Stiftung: www.bundesliga-stiftung.de
- Deutsche Rockmusik Stiftung: www.rockmusikstiftung.de
Das ist nur ein kurzer Ausschnitt an Fördertöpfen,die momentan zu nutzen sind. Wer tiefer einsteigen möchte, besorgt sich beim Netzwerk Selbsthilfe e.V. die Broschüre: Fördertöpfe für Vereine, selbstorganisierte Projekte und politische Initiativen. Viel Glück und Erfolg in der Umsetzung der Anträge wünscht…………
Andreas Sandvoß
Deeskalations-Trainer Ausbildung in Dortmund abgeschlossen
Vom 04.09.11- einschl. 06.09.11 fand eine Weiterbildung für ausgebildete Anti-Gewalt-Trainer/innen in Dortmund statt. Die 20 TN kamen aus allen Teilen Deutschlands und wollten ihre Kompetenz im Umgang mit gewaltbesetzten Situationen schulen. Neben Mitarbeitern aus Suchthilfeeinrichtungen, Kinder und Jugendpsychiatrien, Schulen und Justizvollzugsanstalten,kamen auch Lehrer und Schulsozialarbeiter , um ihre Kompetenzen zu erweitern. Ralf Kühn, als ausgebildeter Anti-Gewalt und Deeskalations-Trainer und Polizeibeamter, sowie Michael Jung-Lübke von piag-B, schulten die engagierten Teilnehmerinnen in unterschiedlichen Bereichen :
Lernziele:
‐ Erörterungen folgender Begriffsdefinitionen: Aggression, Aggressivität,
Gewalt, Eskalation, Deeskalation, Aggressionstypen, Deeskalationstypen
‐ Erlangen oder Steigern der Konfliktkompetenzen in besonderen Situationen
‐ Sensibilisierung eigener und fremder Befindlichkeiten wie Stress, Angst u.Ä.
‐ Erarbeiten von Kommunikations‐, Interventions‐ und Deeskalationsstrategien in
der Theorie und Praxis (NICHT‐Kampf‐Prinzip)
‐ Vermittlung von Techniken für den Selbstschutz und der Selbstbehauptung
Neben zahlreichen Realitätssimulationen aus den Arbeitsfeldern der Trainer/innen wurden Alltagssituationen aus der JVA, der Schule oder der Kinder und Jugendpsychiatrie nachgestellt. Hier hatten die TN die Möglichkeit in einem geschützten Rahmen brisante,eskalierende Situationen zu beobachten und konstruktiv zu entschärfen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Interventionen nach dem”Nichtkampfprinzip”. Nach Einschätzung der Dozenten haben die Interventionen die höchste Erfolgschance, die den Gesichtsverlust oder das generelle “Verlieren” des Eskalationsauslösenden verhindern. Die drei sehr intensiven Tage endeten bei einigen Trainern/innen mit Muskelkater, weil die Eingrifftechniken teilweise sehr anstrengend waren. Bei der Übergabe der Zertifikate waren sich alle Anti-Gewalt-Trainer/innen einig: “Nach der einjährigen Ausbildung zum Anti-Gewalt-Trainer war das Seminar in Dortmund eine sehr sinnvolle Ergänzung und ein guter Abschluss.
Die nächste Qualifizierung wird in Richtung Niedrigseilelemente gehen. Hier lernen die TN in einem mehrtägigen Lehrgang unter sachkundiger Anleitung, den Bau und die Nutzung von Niedrigseilelementen. Die Materialien für diese erlebnispädagogischen Übungen kann man sich im Baumarkt mit geringen Kosten besorgen.
Andreas Sandvoß, September 2011
Was ist denn eigentlich Anti-Aggressions-Training?
Der Begriff des Anti-Aggressions-Trainings wurde vor einigen Jahren von den Medien aufgegriffen und seit dieser Zeit auch im Volksmund verwendet. Im Bereich Gewaltprävention wird er unter sachkundigen Trainern nicht verwendet, da es diesen Begriff hier nicht gibt. Neben dem Anti-Aggressivitäts-Training(C), welches wie das Coolness-Training(C) einen durch das Patentamt München geschützen Begriff (ISS- Frankfurt) darstellt, wird ansonsten die Trainingsform des Anti-Gewalt oder Systemisches Anti-Gewalt-Trainings(C) benannt und auch durchgeführt. Hierbei ist wichtig, dass Aggressivität als Trieb zur Durchsetzung akzeptiert wird. In dem Moment, wo dieser Trieb destruktiv und zerstörerisch wird, muss intensiv gearbeitet werden. Der Fokus liegt deshalb auf der Bearbeitung der destruktiven Gewaltneigung .
Pädagogische Ausbildung und der Faktor Zeit
In den Ausbildungskursen treffe ich immer wieder auf TN , die erst während der Kurszeit merken, dass sie eigentlich gar keine Zeit haben, z.B.: Literatur zu lesen, sich um Konzepte und die praktische Umsetzung derselben zu kümmern und gleichzeitig noch dem Hauptberuf gerecht zu werden. Die Anforderungen an die Ausbildung sind hoch, weil nur Kompetenz der Trainer/innen und Methodenvielfalt, sowie Mehrschichtigkeit der Konzepte, zu einer erfolgreichen Umsetzung der Trainingsformen führen kann.
Wir bringen den Teilnehmern von Trainingskursen oder Auflagenkursen bei, ihr Leben zu sortieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Die gleiche Arbeitstellung richtet sich auch an die Entwicklung der Teilnehmer/innen der Ausbildung zum/zur Anti-Gewalt und Deeskalations Trainer/in. Eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit/Familie ist der Schlüssel zum Umgang mit den eigenen Kräften. Meine Einschätzung ist, dass ich nur dann Energie weitergeben kann, wenn ich selbst Energie habe und nicht bereits auf Sparflamme koche.
Alles was ich im pädagogischen Bereich durchführe sollte einen Sinn oder ein Ziel haben. Deshalb wünsche ich mir für unsere Ausbildungsgruppen, dass die Teilnehmer/innen eine Entscheidung treffen:
Habe ich zu diesem Zeitpunkt die Zeit und die Kapazitäten, diese qualifizierte Fortbildung so umzusetzen, dass sowohl ich selbst,wie auch später die Trainingsteilnehmer davon profitieren können? Wenn ich diese Frage nicht mit Ja beantworten kann, dann macht es Sinn mir erst Freiräume zu schaffen, bevor ich eine Entscheidung treffe!
Was hilft gegen Gewalt? Qualitätsmerkmale für Gewaltprävention
Das Institut für Kriminologie der Universität zu Köln, der Landschaftsverband Rheinland/Landesjugendamt hat zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Kinder und Jugendschutz (AJS) NRW e.V. eine Broschüre mit dem obengenannten Titel herausgebracht,in dem unsere Trainings ebenfals benannt sind und empfohlen werden.
Prof.Dr.jur Michael Walter beschreibt in seinem Vorwort sehr treffend:
Zu Recht sind die Bemühungen, Gewalt zu ächten und zu verhindern, verstärkt worden. Wir begegnen teilweise geradezu einem Boom gewaltpräventiver Initiativen und Projekte. Aus dieser Präventionsbewegung ist freilich die Notwendigkeit erwachsen, über das Angebot gewaltpräventiver Maßnahmen zu informieren, die Spreu vom Weizen zu scheiden und zu klären, worauf es ankommt. Denn blinder Eifer schadet bekanntlich……….
Prof. Dr. jur. Michael Walter, Direktor des Instituts für Kriminologie der Universität Köln
Auf Seite 42, 43, und 44 werden die Methoden des Anti-Gewalt, Anti-Aggressivitäts(C) und Coolness-Trainings(C) über unsere Homepage www.anti-gewalt-training.de lobend erklärt und erwähnt. Das hat sicher auch damit zu tun, dass wir bereits seit über 8 Jahren für den LVR Rheinland Trainer/innen ausbilden und somit die Umsetzung der Methoden einer ständigen Qualitätsanalyse durch die begleitende Mitarbeiterin des LVR unterliegen. Hochgerechnet haben wir ca.200 Trainerinnen und Trainer alleine in Köln ausgebildet, die nun im Umkreis des LVR Trainings anbieten.
Die Broschüre: Was wirkt gegen Gewalt? kann beim Drei-W Verlag käuflich erworben werden.
03.05.11 Sandvoß
Gewaltprävention in Zeiten von Super-Nanny und böse Mädchen-Camps
Mehr als einmal bekam ich als Trainer die Offerte von RTL2 oder Pro7 an einer Filmproduktion mitzuarbeiten. Anfänglich fühlte ich mich auch noch geschmeichelt, weil die Produktionsassistenten gut in der Lage waren mir zu erklären, wie einzigartig und gut meine Arbeit doch sei, und dass ich genau der Coach bin, den sie lange gesucht haben. Nach Rücksprache mit anderen Trainer stellte sich schnell heraus, dass dieser Standarttext flächendeckend genutzt wird. Auf die Frage, welches Konzept verfolgt wird, wird schnell klar, dass es immer um das gleiche Konzept geht:
Böses Mädchen oder böser Junge, mit naiven oder selbst aggressiven Eltern trifft auf Coach,(gerne schön groß und schön streng) der den lieben Kleinen Benehmen beibringt. Das Prinzip lautet: ” Große Wirkung nach kurzer Kraftanstrengung.” Hierzu wird dann gerne eine Psychologin mitgebucht, die dem Ganzen einen seriösen Anstrich vermitteln soll. Gerne werden dann auch bekannte Größen(Türsteher, Exkampfsportler) angeheuert, die dann im Stile amerikanischer Bootcamps den Auftrag haben, den”Früchtchen” wieder Benehmen beizubringen. Die angefragten Trainer haben keinerlei Einfluß auf das Geschehen und unterschreiben, dass sie ihre Persönlichkeitsrechte innerhalb dieser Produktion abtreten. Es darf also wild drauflos gedreht werden , ohne dass du dich gegen eine spätere Ausstrahlung wehren kannst. Ein mir namentlich bekannter Trainer wollte damals schnell berühmt werden und hat selbst bei zahlreichen Castings vorgesprochen und ist dann beim “Camp der bösen Mädchen gelandet”. Dass die Mädchen aber bereits einen Trainer vor laufender Kamera verschlissen hatten, war ihm nicht bekannt und wurde erst klar, als ihm das Gleiche passierte. Diesen Filmbeitrag gibt es heute noch bei Youtube. Das Trainergehalt ist minimal. Die Protagonisten erhalten ebenfalls ein Gehalt und freie Kost und Logis. Viele Mädchen hoffen darauf berühmt zu werden. Leider ist dieser Wunsch nie in Erfüllung gegangen. Ganz im Gegenteil, denn viele Mädchen werden noch heute über unterschiedliche Foren im Internet verhöhnt.
Für mich gehört pädagogische Arbeit nicht ins Fernsehen. Der Schaden, der in diesen zweifelhaften Sendungen angerichtet wird ist hoch. Zusätzlich wird der Bedarf Rechtskonservativer bedient, die sich immer schon mehr Strenge und gerne auch die Prügelstrafe gewünscht haben. Viel schlimmer ist aber der Schaden, den die beteiligten Mädchen nehmen. Sie überschauen noch nicht, dass Sie sich dem Gespött eines Millionenpublikums aussetzen. Und das für eine lange Zeit…….
22.02.11 Andreas Sandvoß
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