Zentrum für Konfrontative Pädagogik

Konfrontation (von lateinisch confrontatio: “Gegenüberstellung”) ist die Gegenüberstellung von sich gegenseitig störenden und vorerst unvereinbaren Meinungen. Sie eröffnet einen bewussten und gewollten Konflikt und beschreibt die Meinungen durch Positionen der Kontrahenten mit dem Ziel, diese zur Lösung durch Annäherung einzelner Positionen zu bewegen. Die persönliche und intensive Arbeit mit “verhaltensoriginellen Menschen” ist seit vielen Jahren einer der wesentlichen Merkmale einer wertvollen pädagogischen Arbeit durch das Zentrum für Konfrontative Pädagogik. Zur Verbesserung unserer Arbeit und unserer hochgesteckten Ziele fragen uns immer wieder, wie denn konfrontative Arbeit aussehen muss, damit sie hilfreich ist und zum Wachstum befähigt?

Aus- und Weiterbildungskurse SAGT®

Für die erfolgreiche Teilnahme am
Zertifikatskurs
ist die Grundlage eine pädagogische oder therapeutische Ausbildung, sowie die Möglichkeit der Umsetzung der Ausbildungsinhalte in der beruflichen Praxis.

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DVWO Zertifizierte Ausbildungskurse

Aufgrund der hohen Nachfrage sind alle Termine für 2014
AUSGEBUCHT

Ausbildungskurse ab 2015 auf einen Blick erhalten Sie hier

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Minor HAN - Universität Nijmegen

Die Studenten der HAN setzen im Rahmen ihres Studiums einen sogenannten Minor um.

Durch die Erweiterung oder Vertiefung ihrer Berufskompetenzen werden hierfür 15 ECTS-Punkte vergeben.

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Zentrum für Konfrontative Pädagogik

Konfrontation (von lateinisch confrontatio: “Gegenüberstellung”) ist die Gegenüberstellung von sich gegenseitig störenden und vorerst unvereinbaren Meinungen. Sie eröffnet einen bewussten und gewollten Konflikt und beschreibt die Meinungen durch Positionen der Kontrahenten mit dem Ziel, diese zur Lösung durch Annäherung einzelner Positionen zu bewegen. (Quelle: Wikipedia)

Antigewalttrainer

Andreas Sandvoß

Die persönliche und intensive Arbeit mit “verhaltensoriginellen Menschen” ist seit vielen Jahren einer der wesentlichen Merkmale einer wertvollen pädagogischen Arbeit durch das Zentrum für Konfrontative Pädagogik.

Zur Verbesserung unserer Arbeit und unserer hochgesteckten Ziele fragen uns immer wieder, wie denn konfrontative Arbeit aussehen muss, damit sie hilfreich ist und zum Wachstum befähigt?

Jeder Mensch trachtet danach zu (über)leben, zu wachsen und nahe bei anderen zu sein. Alles Verhalten drückt diese Zeile aus, unabhängig davon, wie gestört es erscheinen mag…

Das, was die Gesellschaft krankes, verrücktes, dummes oder schlechtes Verhalten nennt, ist in Wirklichkeit der Versuch seitens des gekränkten Menschen, die bestehende Verwirrung zu signalisieren und um Hilfe zu rufen. Virginia Satir

 

Grundverständnis

Das Systemische Anti-Gewalt-Training SAGT® und Deeskalations-Training ist ein wissenschaftlich fundiertes, praxisorientiertes und ethisch gebundenes Konzept für die Arbeit mit verhaltensoriginellen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Themenbereich Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe, Schule und Einrichtung.

Das Verhaltenstraining ist eine wirksame Methode in Situationen hoher Komplexität , Differenziertheit und fortwährender Veränderungen.

Slider-Antigewalttraining-1Die erlernten Deeskalations-Techniken sind umsetzbar in der Arbeit mit geistig behinderten Menschen, sowie kognitiv eingeschränkt agierende Menschen und dienen der praktischen Umsetzung von Wendepunkten, damit Eskalationsmomente entschärft oder prophylaktisch unterbunden werden. Hierbei ist das Prinzip immer ein “Nichtkampf“ und die Umsetzung von Win-Win-Situation.

Auftraggeber sind Psychiatrien, Jugendhilfeeinrichtungen, Schulen, sowie Einrichtungen der Suchthilfe und Behindertenarbeit.

Unsere Mitarbeiter und Kooperationspartner des Zentrums für Konfrontative Pädagogik verfügen über die Kompetenz zur Gestaltung einer professionellen Trainerbeziehung. Die regelmäßige Erweiterung ihrer Trainerkompetenz weisen sie durch kontinuierliche Weiterbildung und Supervision sowie durch Erfahrung nach.

 

 

Anmeldung zum Ausbildungskurs

Ausbildungsort: Bochum

in Kooperation mit der Akademie der Ruhr Universität und Alex Lanz

von bis
12.09.2014 13.09.2014
31.10.2014 01.11.2014
12.12.2014 13.12.2014
23.01.2015 23.01.2015
20.02.2015 21.02.2015
06.03.2015 07.03.2015

 

Ausbildungsort: Essen

in Kooperation mit KI (Kommunale Integrationszentren NRW) und dem CVJM Essen

von bis
12.01.2015 13.01.2015
09.02.2015 10.02.2015
09.03.2015 10.03.2015
13.04.2015 14.04.2015
11.05.2015 12.05.2015
08.06.2015 09.06.2015
17.08.2015 18.08.2015

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Systemisches Anti-Gewalt-Training SAGT® und Deeskalations-Training

Die Teilnehmer des Systemischen Anti-Gewalt-Training SAGT® und Deeskalations-Trainings erlernen einen persönlichen Deeskalationsstil, der sie zu einem professionellen Ansprechpartner für sekundär motivierte, verhaltensoriginelle Menschen im Umfeld von Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe und Forensik macht. Im Rahmen der sieben Module und Intervision machen die Teilnehmer sich verbale und körperlich-defensive Deeskalationsstufen eigen und lernen aufgrund der angeeigneten flexibel-standhaften Körpersprache und den rhetorischen Fähigkeiten, sowie den erlernten provokativen, wie konstruktiv-konfrontativen Fähigkeiten mit dem Nichtkampfprinzip zu arbeiten. Nach Abschluss des Trainings erhalten die Teilnehmer das Zertifikat zum Systemischen Anti-Gewalt-Training SAGT® und Deeskalations-Trainer. Die Teilnehmer des Zertifikatskurses werden schriftlich geprüft und beantworten in diesem Test Fragen zu festgelegter Literatur. Zusätzlich wird es eine praktische Prüfung geben, in der die HAN-Studenten eine Trainingssituation mit TN simulieren und dabei die erlernten Interventionstechniken anwenden.

2. Rahmenbedingungen

Die Studenten der HAN haben die Möglichkeit, im Rahmen ihres Studiums einen sogenannten Minor umzusetzen. Dieser Minor ermöglicht den Studenten die Erweiterung oder Vertiefung ihrer Berufskompetenzen. Vergeben werden hierfür 15 ECTS-Punkte. Bevor ein Minor umgesetzt werden darf, muss der Student das Einverständnis seines Studienlaufbegleiters einholen. Der Zertifikatskurs wird auch von externen Teilnehmern belegt.

1.1 STUNDENUMFANG

15 Studienpunkte bei einer Studienbelastung von insgesamt 420 Stunden

Diese Stunden werden erreicht, durch:
• Teilnahme an 14 Seminartagen
• Treffen in kollegialen Trainerteams
• Vor und Nachbereitung der Seminartage
• Umsetzung von Praxisaufgaben
• Praktische Konzeptumsetzung in der eigenen Einrichtung
• Schreiben eines eigenen Trainingskonzeptes
• Vorbereitung und Durchführung eines 20.stündigen Trainings
• Auseinandersetzung mit ausbildungsrelevanter Literatur (Vorgabe von drei Büchern)
Übersichtliche Zusammenfassung aller Stunden:
• Ausbildung zum Systemischen Anti-Gewalt-Trainer SAGT® und Deeskalations-Trainer incl. Vor –und Nachbereitung ( 200 Std.)
• Treffen in Regionalgruppen zur kollegialen Beratung (25 Std.)
• Eigenarbeit ( Trainingskonzept entwickeln, Training durchführen, Selbststudium ( 195 Std.)

1.2 DAS AUSBILDUNGSKONZEPT

1.3 Teilnahmevoraussetzungen

Für die erfolgreiche Teilnahme am Zertifikatskurs ist die Grundlage eine pädagogische oder therapeutische Ausbildung. Studenten der Fachrichtungen Sozialpädagogik/ soziale Arbeit können nach Beendigung des Grundstudiums ebenfalls teilnehmen.
Sie sind ,,Präventionsverfechter(in)…” (Heilemann, M. 1999) und ,,…friedliche Krieger für Nichtangriff und Nichtzerstörung, die aber immer über ein riesiges Arsenal von Lösungsinstrumenten verfügen und an diesem Arsenal beständig und exzessiv feilen.” (oder möchten zumindest viele neue Handlungsinstrumente neu kennen lernen)
Sie arbeiten, auf der Grundlage eines optimistischen Menschenbildes, interessieren sich für die inneren Landkarten ihrer Ansprechpartner und vertreten respektvolle Umgangsweisen mit einer Prise Humor und der Bereitschaft sich systemischen, lösungsorientierten und ressourcenorientierten Arbeitsweisen zu stellen.
Sie sind bereit sich persönlichen Veränderungsprozessen zu stellen und bringen ein Grundgerüst an Konflikt-und Konfrontationsbereitschaft mit. Menschen in besonderen Lebenslagen machen sie neugierig und fordern ihre Bereitschaft zur Entwicklung neuer Ziele und Handlungsstrategien heraus.
Die deutsche Sprache sprechen und verstehen sie problemlos und befinden sich akut nicht in einer laufenden Therapie. Sie konsumieren keine persönlichkeitsverändernden Drogen/Medikamente und sind kein Mitglied der Scientology-Church.

1.4 ZIEL
Bereits während des Ausbildungskurses werden Sie Methoden, die Haltung, Konzeptideen, etc. sofort umsetzen können. Die Konzepte ihrer Trainingskollegen/innen werden zusammen mit sämtlichen Inhalten des Kurses in einem Webspeicher zusammengetragen, so dass die Möglichkeit besteht dieses durchgängig zu nutzen. Sie können Trainings im präventiven Bereich konzipieren und durchführen. Ihre Ansprechpartner können vom Kindergarten bis in die Jugendberufshilfe von Ihrem Angebot profitieren. Auf dem Hintergrund erlernter und vertiefter Auseinandersetzung mit Systemen und deren Veränderungen, können Sie Einrichtungen zum Thema institutioneller Ordnungsrahmen beraten und unterstützen. Sie sind in der Lage im Rahmen von Case Management notwendige Unterstützung durch externe Tutoren einzuholen und zu implementieren. Sie erkennen gewaltbegünstigende Strukturen und sind in der Lage diese zu benennen und alternative Handlungskonzepte aufzuzeigen. Die Standards für Gewaltprävention sind ihnen bekannt und sie können zukünftige Auftraggeber, auch im Hinblick auf Fördertöpfe und Fördermöglichkeiten, beraten.
Die Einbindung von Elternarbeit, Tutoren, Sucht-Job-Schulden Berater ist ein wichtiger Teil ihrer Profession. Sie arbeiten immer für und mit dem System, nie dagegen.
Mit ihrer flexibel-standhaften Körpersprache und den rhetorischen Fähigkeiten, sowie den erlernten provokativen, wie konstruktiv-konfrontativen Fähigkeiten, sind Sie ein spannender Ansprechpartner für sekundär motivierte, verhaltensoriginelle Menschen im Umfeld von Jugendgerichtshilfe, Bewährungshilfe und Forensik.
Deeskalationsstrategien sind Ihnen verbal, wie körperlich-defensiv vertraut und Sie haben diese ausprobiert und ihren eigenen Stil gefunden. Sie arbeiten immer nach dem Nichtkampfprinzip, weil Sie keine Machtansprüche durchsetzen wollen.

1.5 INHALTE
Der Zertifikatskurs bündelt wissenschaftliche Disziplinen, theoretische Ansätze, Richtungen und Methoden. Bezugsdisziplinen sind vor allem Psychologie (insbesondere die Verhaltenstherapie, die konfrontative Therapie, die provokative Therapie, die Gestalttherapie, die systemische Therapie) Pädagogik, Sozialwissenschaften, Betriebswirtschaft (hier insbesondere die systemische Organisationslehre), Erlebnispädagogik, Sportwissenschaften, Deeskaltionstechniken nach Glasl, de Regeer, Dutschmann, Verhaltenstraining nach Bandura, Soziales Kompetenz Training, Biografiearbeit, Interviewtechniken, Körperspracheanalyse, Improvisationstheater, Statuentheater, Beratungsformen im Kontext von Mediation und Moderation, Anti-Rassismus Arbeit, Empowerment, Diversity.

• Definition Gewalt/ kriminologische Sichtweise-rechtlich
• Einführung in berufsethische Grundsätze, Werte und Haltungen der Ausbildungsteilnehmer/innen (Codex für Trainer/ Forum Werteorientierung)
• Theoretische Grundlagen :
Provokative Therapie nach Frank Farelly
Kennzeichen des Provokativen Stils sind unter anderem ein positives Menschenbild, das den Klienten als mündig und stark genug für die Lösung seiner Probleme betrachtet. Die Ziele sind: Stärkung der Eigenverantwortung, Widerstand gegen selbstschädigendes Verhalten aufzubauen, sowie das Schaffen von größerem Handlungsspielraum in festgefahrenen Mustern.
Konfrontative Therapie nach R.J. Corsini
Corsini führte gruppentherapeutische Techniken durch, die darauf angelegt waren, Menschen tief und nachhaltig in ihrem Selbstbild zu stören und dadurch Veränderungsprozesse herbeizuführen. Dabei liegt die Vorstellung der humanistischen Psychologie zugrunde, dass Wachstum und Heilung im Menschen selbst angelegt seien und die Aufgabe des Therapeuten nur sei, dabei nachzuhelfen. Die drei Schritte der Therapie sind: Vertrauensbildung- Konfrontation mit den Kerneigenschaften der Person- Erschütterung des Selbstbildes des Patienten (behind the back technique oder Technik des Psychodramas)
Gestalttherapie nach Fritz Perls
Eine besonders bekannte Technik der Gestalttherapie stellt die Technik des “leeren Stuhls” dar, bei deren Umsetzung ein sogenannter “leerer”, also unbesetzter Stuhl oder ein ähnliches Requisit Verwendung findet. Diese Technik kann vielfältig verwendet werden. Der leere Stuhl dient dabei als Projektionsfläche und Platzhalter für Bezugspersonen, die für den Klienten im Zusammenhang mit einem bestimmten Thema bedeutsam, aber abwesend sind, oder für einen Persönlichkeitsanteil des Klienten, oder ein Gefühl usw. Bei dieser “Phantasiegespräch-Technik” wird der Klient aufgefordert, sich in seiner Phantasie vorzustellen, dass die abwesende Bezugsperson, oder das Gefühl etc. auf dem leeren Stuhl säße, um dann mit ihr/ihm einen Dialog zu entwickeln. Der leere Stuhl kann auch als räumliche Markierung für bestimmte Seiten der eigenen Person, mit denen sich der Klient beschäftigt, dienen.
Systemtheorie nach Ludwig von Bertalanffy
Die moderne Systemtheorie beruht auf unabhängig voneinander entwickelten Ansätzen, die später synthetisiert und erweitert wurden: Der Begriff Systemtheorie bzw. Systemlehre stammt von Ludwig von Bertalanffy (vgl. „General Systems Theory“). Von Bertalanffy spricht von offenen Systemen und entwickelt den Begriff der organisierten Komplexität , der den dynamischen Austausch mit der Umwelt beschreiben soll. Die Kybernetik behandelt operationell geschlossene Mechanismen. Sie wurde als Regelungs- und Kommunikationstheorie konzipiert. Der Fokus der Kybernetik liegt auf Regelung und Steuerung. Deshalb kommen in der Kybernetik als Systeme in erster Linie geregelte Mechanismen in Betracht. Die Regelung beruht immer auf Prozessen, die mit der mathematischen Systemtheorie der Technik beschrieben werden können.
Soziales Lernen und Imitieren nach Albert Bandura
Ein Interesse für die Lernpsychologie wurde durch das Buch Social Learning and Imitation von Miller und Dollard (1941) geweckt. Diese nutzten die behavioristische Lerntheorie als Basis, um das Phänomen des sozialen Lernens und Imitierens zu erklären. Ihre Annahmen zu diesem Thema dominierten die psychologische Literatur nahezu zwei Jahrzehnte. Erst in den frühen 1960er Jahren begann Bandura mit einer Reihe von Artikeln und Büchern diese Erklärungen zu verändern, indem er von einem Lernen durch Beobachtung sprach.
Erlebnispädagogik nach Kurt Hahn
Die Erlebnispädagogik ist ein Fachgebiet der Pädagogik. Sie befasst sich mit Gruppen-Erfahrungen in der Natur, um die Persönlichkeit und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Natursportarten bieten dabei vielfältige Erlebnisse, ergänzt mit Methoden aus Theater-, Abenteuer- und Spielpädagogik, der Gruppendynamik und der Sozialpädagogik. Erlebnispädagogik gilt heute als integrativer Bestandteil ganzheitlicher Erziehungs- und Bildungskonzepte. Ursprünglich in der Reformpädagogik verwurzelt, gewinnt sie in jüngster Zeit wieder an Bedeutung, da Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Wagnisbereitschaft und Persönlichkeit eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft spielen.
Familientherapie nach Virginia Satir:
Noch heute orientieren sich viele Therapeuten an Virginia Satirs wegweisenden Aussagen zur Familientherapie. Psychische Probleme von Klienten werden innerhalb der Familientherapie nicht isoliert gesehen, sondern das Verhalten aller Familienmitglieder wird in die Betrachtung mit einbezogen. Durch Gespräche, “Familienaufstellungen” und eine Vielzahl kreativer Methoden kann dabei erreicht werden, allmählich die inneren Prozesse der Familie zu verstehen. Verborgene Strukturen und Bindungen werden erfahrbar. Das Geflecht der Beziehungen wird Stück für Stück entwirrt, so dass Verstrickungen gelöst werden können.
Improvisationstheater nach Keith Johnston
Das Improvisionstheater , oft auch kurz Improtheater, ist eine Form des Theaters, in der improvisiert wird: Es wird eine Szene oder es werden mehrere Szenen gespielt, die zuvor nicht inszeniert sind. Meist lassen sich die Schauspieler ein Thema oder einen Vorschlag aus dem Publikum geben. Diese Vorschläge sind dann Auslöser und Leitfaden für die daraufhin spontan entstehenden Szenen. Häufig werden die Spieler durch einen – meist ebenfalls improvisierenden – Musiker begleitet. Eine Geschichte entsteht aus der Spontaneität und gegenseitigen Inspiration der Impro-Spieler. Der verneinende Intellekt weicht der Phantasie. „Damals gilt, was heute gilt: Bin ich inspiriert, geht alles gut, doch versuche ich es richtig zu machen, gibt es ein Desaster.“ (Keith Johnstone 1993, S. 36).
Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal
Es kombiniert Kunst und Selbsterfahrung mit politischem Probehandeln. Es bietet viele Möglichkeiten der Aktivierung von im Alltag oft unterdrückten oder vernachlässigten sozialen und kommunikativen Ressourcen in der spielerischen, ästhetischen und theatralen Begegnung von Menschen. Augusto Boals Theater der Unterdrückten geht von zwei Grundsätzen aus: Der Zuschauer als passives Wesen und Objekt soll zum Aktivisten der Handlung werden. Das Theater soll sich nicht nur mit der Vergangenheit beschäftigen, sondern ebenso mit der Zukunft und deren Möglichkeiten.
Distanzzonen nach LEO-NL
In der Literatur über Körpersprache ist häufig von Distanzzonen die Rede, bei deren Einhaltung sich viele Menschen wohl beziehungsweise bei deren Verletzung durch das Gegenüber unwohl fühlen. Die genauen Abstände sind jedoch kulturabhängig. Das bewusste oder unbewusste Einhalten und Verletzen dieser Distanzzonen ist ein Bestandteil der Körpersprache.
Deeskalation nach Friedrich Glasl
Deeskalation bedeutet das Verhindern von Konflikten und sich aufschaukelnden Prozessen, also Rückkopplungen, bzw. Teufelskreise und ist die schwierigste Aufgabe im Konfliktmanagement. Die Konflikteskalation nach Friedrich Glasl stellt ein Modell zur Verfügung, um Konflikte zu analysieren. Aus der Analyse können sich angemessene Reaktionen ergeben.
Empowerment nach Julian Rappaport
Mit Empowerment (von engl. empowerment = Ermächtigung, Übertragung von Verantwortung) bezeichnet man Strategien und Maßnahmen, die den Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben von Menschen oder Gemeinschaften erhöhen sollen und es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten. Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen, ihr Gefühl der Macht- und Einflusslosigkeit (powerlessness) zu überwinden und ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen.

 

1.6 Ablauf und Phasen der Ausbildung:
Block 1:Kennenlernen, Biografie, Rahmenbedingungen, Konfrontation
Block 2: Vertrauen, Körpersprache, Systemische Tools, Provokation
Block 3: Empathie, Action, Konzeptentwicklung, Grenzen (schriftlicher Test)
Block 4: Mobbing, Deeskalation, kriminologische Sichtweise
Block 5: Improvisationstheater/Konfliktmanagement
Block 6: Trainerpersönlichkeit, Ressourcen, Liveline ( Praxissimulation)
Block 7: Zusammenfassung, Präsentationen, Zertifikat, Ausblick

1.7 Inhalte:
• Regeln, Rahmenbedingungen, Organisationsberatung
• Vermittlung von Kenntnisseen der konfrontativen Gesprächsführung
• Sensibilisierung für eigene Aggressionen und Gewaltanteile
• Befähigung zur Initiierung, Planung und Durchführung eigener Trainings und Konzepte
• Umgang mit verhaltensoriginellen, grenzüberschreitenden Menschen
• Vermittlung von praktischen Deeskalationstechniken (verbal und körperlich)
• Förderung von Gruppengemeinschaft und Kooperationsfähigkeit
• Umsetzung systemischer Tools
• Handlungsbezogene Schwerpunktsetzung mit adäquaten theoretischen und praktischen Impulsen (Anti-Mobbing, etc.)
• Erlernen einer adäquaten Konfliktkultur
• Ressourcenorientierung, Prozessorientierung, Lösungsorientierung
• Systemische Tools für Beratung und Training
• Einbeziehung des Systems
• Empowerment
• Improvisationsfähigkeit, sowie Flexibilität erweitern
• Umsetzung erlebnispädagogischer Tools
• Standpunkt zum Thema Gewalt entwickeln und erweitern
• Initiierung von Elternsensibilisierung, Einbeziehung von Tutoren, Casemanagement
• Entwicklung eines eigenen Konzeptes

1.8 Methoden:
Während der Präsenzzeit im Seminar, werden Inhalte über Vorträge, Präsentationen und/oder Diskussionen ausgetauscht. Hierbei ist es wichtig die Teilnehmer/innen mit all ihren Sinnen anzusprechen. Neben Filmbeiträgen sollen mp3 Beiträge der Dozenten für einen intensiveren und schnelleren Lernzuwachs sorgen. In Erweiterung der Powerpoint-Präsentationen werden Prezi-Präsentationen eingeführt. Geübt werden Konfrontationstechniken, Analysemethoden, Moderations-und Fragetechniken, sowie kreative Techniken und Methoden aus unterschiedlichen Bereichen der Therapie und Verhaltenslehre. Die Teilnehmer/innen erhalten während der kompletten Ausbildung die Möglichkeit selbst Inhalte der Ausbildung in einem Live-Szenario auszuprobieren. Videofeedback ist Standard unserer Arbeit.

Außerhalb der Ausbildungsmodule vertiefen die Ausbildungsteilnehmer/innen ihr Wissen und Können. Hierbei ist ein intensives Selbststudium notwendig. Verbindliche Praxisbausteine werden den TN in der Ausbildung beigebracht:
• Arbeit in Peergruppen: Über den gesamten Zeitraum der Qualifizierung hinweg treffen sich die TN zwischen den Ausbildungsmodulen in konstanten Kleingruppen, um sich über die Unterrichtsthemen austauschen zu können.
• Intervision: Die TN erhalten für die Intervisionsarbeit Methoden vermittelt. Die dann selbstständig in den Gruppen ausprobiert werden.
• Rollensimulation: Jeder TN der Peergruppen soll mindestens eine Konfrontation ii der Gruppe durchgeführt haben. Diese Rollensimulation soll ausgewertet und selbst dokumentiert werden.
1.9 Dozenten
Als Dozenten fungieren Alex Lanz und Andreas Sandvoß, sowie eine weitere Dozentin der Akademie der Ruhruniversität Bochum.

2.0 Abschluss

Die Zusatzqualifizierung beinhaltet eine schriftliche Prüfung, sowie eine praktische Prüfung in Form einer Praxissimulation pro TN.

Das Ziel der schriftlichen Prüfung ist der Wissensnachweis zu den unterliegenden theoretischen Grundlagen und wird in der Form eines Multiple Choice Testes erhoben. Die Praktische Prüfung umfasst die Praxissimulation eines präventiven Trainings, mit den erlernten Interventionstechniken unter Einbeziehung von Videofeedback.

Weitere Rahmenbedingungen zum Erhalt eines Zertifikates:
• Regelmäßige Teilnahme am Präsenzunterricht
• Teilnahme an Praxisbausteinen außerhalb des Unterrichts
• Konzeptionierung und Durchführung eines 20 stündigen, präventiven Trainings incl. Auswertung
• Schriftlicher Test
• Praxissimulation und Auswertung der schriftlichen Konzepte

3.0 Zertifikat

• Nach erfolgreicher Umsetzung der Abschlussvoraussetzungen erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat mit den Inhalten der Ausbildung, welches sie befähigt selbst Trainings durchzuführen, Multiplikatoren anzuleiten, sowie Organisationen zum Thema Gewaltprävention/Rahmenbedingungen zu beraten.

Allgemeine Geschäftsbeziehungen

  1. Vertragsgestaltung
    1.1. Verträge zwischen dem Zentrum für Konfrontative Pädagogik (Auftragnehmer) und Kunden (Auftraggeber) über die beiderseitig zu erbringenden Leistungen sowie änderungen und/oder Ergänzungen hierzu bedürfen der Schriftform. Ergänzend gelten diese vorliegenden allgemeinen Geschäftsbedingungen.
    1.2. Die vorliegenden Geschäftsbedingungen haben Vorrang vor entgegenstehenden allgemeinen Geschäftsbedingungen des Auftraggebers.
  2. Leistungen
    2.1. Der Auftragnehmer erbringt seine Leistungen insbesondere in Form von: Fortbildungsveranstaltungen und Zertifikatskursen.
    2.2. Umfang, Thematik und Ziel der Dienstleistungen werden in dem jeweiligen Vertrag zwischen Auftraggeber und dem Auftragnehmer im Einzelnen festgelegt.
    2.3. Die Erbringung der Leistung ist nicht an eine bestimmte Person gebunden. Aus wichtigem Grund kann eine andere als die vereinbarte Person zur Erbringung der Leistung eingesetzt werden. Der Auftragnehmer stellt dabei die entsprechende Qualifikation der Person sicher.
  3. Honorare und Kosten
    3.1. Das erste Kontaktgespräch ist unentgeltlich. Ein Tageshonorar wird je angefangenem Tag für Besprechungen, Analysen und sonstige Aufgaben, die gemeinsam mit dem Auftraggeber oder Dritten zu realisieren sind, vereinbart.
    3.2. Rechnungen sind ohne Abzug von Skonto innerhalb von 14 Tagen zahlbar. Bei längerfristigen Aufträgen erfolgt eine monatliche Abrechnung für Teilleistungen. Bei abgeschlossenen, firmeninternen Dienstleistungen erfolgt die Rechnungsstellung unmittelbar nach der Durchführung.
    3.3. Aufrechnungs- und Zurückbehaltungsrechte gegenüber fälligen Zahlungsansprüchen sind ausgeschlossen.
    3.4. Reise- und Aufenthaltskosten werden gesondert berechnet.
    3.5. Alle Leistungen gelten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.
  4. Sicherung der Leistungen
    4.1. Der Auftraggeber anerkennt das Urheberrecht des Auftragsnehmers an den von ihm erstellten Werken an. Eine Vervielfältigung und/oder Verbreitung der vorgenannten Werke durch den Auftraggeber bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
    4.2. Der Auftragnehmer verpflichtet sich zur Geheimhaltung sämtlicher geschäftlich relevanter Vorgänge, die ihm durch die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber bekannt geworden sind.
    4.3. Der Auftragnehmer trifft die Auswahl von Medienproduzenten, Geräteherstellern, Seminarhotels usw., die vom Auftragnehmer zur Durchführung des Auftrags eingesetzt werden. Der Auftragnehmer wird deren Auswahl ausschließlich im Interesse der bestmöglichen Durchführung des Auftrages treffen.
    4.4. Der Auftragnehmer ist berechtigt, seine Dienstleistungen in der Folge auch Mitbewerbern des Auftraggebers anzubieten, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
    4.5. Kann ein Termin zur Erbringung der Leistung von dem Auftragnehmer wegen höherer Gewalt, Krankheit, Unfall oder sonstigen vom Auftragnehmer nicht zu vertretenden Umständen nicht eingehalten werden, ist der Auftragnehmer unter Ausschluss jeglicher Schadenersatzpflichten berechtigt, die Dienstleistungen an einem neu zu vereinbarenden Termin innerhalb von 6 Monaten nach dem ausgefallenen Termin nachzuholen. Kann ein Termin vom Auftraggeber nicht wahrgenommen werden, bemüht sich der Auftragnehmer, den Termin anderweitig zu besetzen. Gelingt dies, so ist lediglich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10% des Honorars zuzüglich der anfallenden Kosten zu zahlen. Kann der Termin nicht anderweitig besetzt werden, sind bei Absagen innerhalb von 4 Wochen vor der Dienstleistungsdurchführung 30% des Honorars,danach 100% zuzüglich Kosten gemäß Ziffer 3 zu zahlen.
    4.6. Der Auftraggeber informiert den Auftragnehmer vor und während der vereinbarten Maßnahmen laufend über sämtliche Umstände, die für die Vorbereitung und Durchführung des Auftrags von Bedeutung sind. Eine verantwortliche Kontaktperson wird vom Auftraggeber benannt.
  1. Haftung
    5.1. Der Auftragnehmer haftet dem Auftraggeber, gleichgültig aus welchem Rechtsgrund, für die von ihm vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachten Schäden. Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit besteht nur bei der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In diesem Fall wird die Haftung für vertragsuntypische Schäden ausgeschlossen.
    5.2. Vertragliche Schadensersatzansprüche des Auftraggebers gegen den Auftragnehmer verjähren in einem Jahr. Der Fristbeginn richtet sich nach dem Gesetz.
    5.3. Die Haftung von Auftragnehmer für Schäden aus etwa fehlerhafter Dienstleistungserbringung beschränkt sich, soweit dem Auftragnehmer nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen, auf die Höhe des Dienstleistungshonorars.
    5.4. Falls es aufgrund der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erforderlich ist, muss der Auftraggeber die notwendigen Versicherungen abschließen.
  2. Allgemeine Bestimmungen
    6.1. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der Bedingungen im übrigen nicht berührt. Die Parteien werden die Bedingungen dann mit einer wirksamen Ersatzregelung durchführen, die dem mit der weggefallenen Bestimmung verfolgten Zweck am nächsten kommt.
    6.2. Für diese Bedingungen und ihre Durchführung gilt ausschließlich deutsches Recht.

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Ansprüche aus dem Vertrag zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ist Mülheim/Ruhr.

Auf gute Zusammenarbeit.

Kurskosten: 1975€

 

 

 

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Coolness-TrainingCoolness-Training (CT)© ist ein Trainingsansatz für Kinder und Jugendgruppen, auf der Grundlage konfrontativer Methoden. Die konfrontative Pädagogik orientiert sich an dem Prinzip, dass es notwendig ist  Regel- und Normverletzungen bei Kindern und Jugendlichen in dem Moment zu konfrontieren, wo sie stattfinden. In einem klar strukturierten Trainingskonzept lernen die Teilnehmer/innen einen sozial angemessenen Umgang miteinander. Aggressivität wird als notwendige Persönlichkeit angenommen und nicht verdammt. Aggressives Verhalten wird kanalisiert und konstruktiv umgewandelt. Die Mitarbeiter/innen der jeweiligen Trainingsorte werden in die Coolness-Trainings© einbezogen, damit sie das Prinzip nach Beendigung des Trainings weiterführen können.Nach Reiner Gall haben wir Erwachsene es durch unterlassene Grenzziehung ermöglicht, dass sich Kinder und Jugendliche Rechte und Territorien angeeignet haben, die ihnen nicht zustehen. Grenzziehung in der konfrontativen Pädagogik will Normverdeutlichung und zwar am besten in dem Augenblick, in dem das unerwünschte Verhalten gezeigt wird. Grenzen seien zu ziehen, wo Gefahren drohen, wo Menschen geschädigt werden und wo das öffentliche Leben, also auch im öffentlichen Raum, dies erfordert. Niemand hat das Recht, andere Menschen schlecht zu behandeln, den anderen auszugrenzen, zu beleidigen oder zu verletzen. Geschieht dies dennoch, erfolgt Konfrontation. 

Das Training wird hauptsächlich an Schulen und Jugendhäusern durchgeführt und richtet sich nicht nur an die gewaltbereiten Kinder und Jugendlichen, sondern auch an die scheinbar unbeteiligten Beobachter, die potentiellen und die tatsächlichen Opfer.

Coolness-Training© ist ein geschützter Begriff und unterliegt einem festgelegten Curriculum.

Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die sich für die Option Gewalt entschieden haben.

Inhalte

  • die Verfestigung eines zivilisatorischen Standards der Friedfertigkeit
  • die Stärkung der Kompetenz der peer-group für schwierige Situationen
  • die Stärkung der Opfer
  • die Sensibilisierung der Täter

Methoden

  • Kämpfen als pädagogische Disziplin
  • Kämpfen nach Regeln,
  • Körperbetonte sportliche Spiele
  • Interaktionspädagogische Übungen
  • Spiel- und Theaterpädagogik
  • Erlebnispädagogische Begleitmaßnahmen
  • Boalsches Theater (Theater der Unterdrückten)
  • Konfrontationsübungen
  • Übungen gegen Anmache
  • Deeskalationsstrategien
  • Körpersprache
  • Rollenspiele
  • Stunts
  • Methoden der Mediation
  • Traum- und Phantasiereisen
  • Entspannungsübungen
  • Sensibilisierungsübungen

Umfang

Mindestens 20 Stunden über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Die Auftraggeber werden das Coolnesstraining© mit begleiten, damit ein Transfer in den pädagogischen Alltag gewährleistet ist.

Gearbeitet wird immer im Klassenverband. Bei Jugend oder Kindergruppen außerhalb von Schule sollte die Gruppengröße 20 Teilnehmer/innen nicht überschreiten.

Durchgeführt wird das Training von zwei lizensierten, qualifizierten und erfahrenen Trainern/innen.

Coolness-Training©

 

 

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Anti-Aggressivitäts-Training

Anti-Aggressivitäts-Training ©

Beim AAT© handelt es sich um eine sehr direktive und handlungsorientierte Maßnahme für jugendliche und erwachsene Gewalttäter/ Schläger. Das direkte Auflösen selbstbehindernder Verhaltensweisen und der unmittelbare Aufbau fördernder Verhaltensweisen ist zentraler Auftrag.

Das Training umfasst 4 Phasen:

1.Phase: Biografische Analyse

Der Täter konfrontiert sich selbst und andere mit seiner Biografie und erhält reflektierten Einblick über seine bisherigen Kränkungen, Demütigungen, Entwicklungslinien aber auch Bedürfnisse, Wünsche und Visionen. Er schreibt sein Auftragsbuch für Entwicklungsmöglichkeiten.

2. Phase: Konfrontationsphase

In direkter Konfrontation (Tonbandinterview o.ä.) wird dem Täter durch seinen eigenen „Heißen Stuhl“ und durch die Mitwirkung bei den Konfrontationen der weiteren Teilnehmer ermöglicht, eine tiefe Abscheu gegen Gewalt zu empfinden. Die Parteilichkeit für die Unversehrtheit des Körpers und der Psyche eines jeden Mitmenschen und eben der Ekel vor eigener und fremder Gewalt sind das „Nadelöhr“ durch das der Täter durch muss. Erst dann ist er frei für das Selbstmanagement (Kompetenztraining) als lebenslange Versicherung gegen kompensative Gewaltanwendung zu Gunsten eines „Unschuldigen Dritten“.

3. Phase: Attraktivitätstraining

Kernmodule des Kompetenztrainings werde im Sinne jeweils abgeschlossener Unterrichtseinheiten so vermittelt, dass durch tägliches, konkretes Selbsttraining der Kompetenzrückstand (Entwicklungshandicap, Kenntnishandicap, Motivationshandicap) aufgeholt werden kann.

4. Phase: Realisationsphase

Der Ex-Täter wird „vom Empfänger (Trainingsteilnehmer) zum Sender“. Er gibt der Gesellschaft einen Teil der in ihn investierten Mittel zurück, indem er sich aktiv für Friedlichkeit einsetzt. Als Didakt(gestaltet Unterrichtsreihen gegen Gewalt in Schulen und Jugendhäusern) wird der AAT© Absolvent vom Konsumenten zum Dozenten und erweitert neben eigener Kompetenz , die Kompetenz anderer Lehrender. (Vgl.: Heilemann, Fischwasser-von Proeck, Ich-Optimierung,2005)

Methoden

  • Biographiearbeit
  • Interviews
  • Interaktionsübungen
  • Provokationstests
  • Kommunikationsübungen
  • Rhetorik-Training
  • Deeskalationstraining/ der „Nichtkampf“ als Auftrag
  • Schauspieltraining/ nach Boal
  • Gehirnjogging
  • Bewegungs/Körpersprachelehre
  • Übungen zur sozialen Kompetenz
  • Sportpädagogische Übungen
  • Selbstcoaching
  • Entspannungsübungen

Umfang

Ab 60 Stunden, bis 120 Stunden, über einen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr. Zwischen den Trainingseinheiten gibt es immer wieder die Möglichkeit, das Erlernte in die Realität umzusetzen und im nächsten Trainingsblock nachzubessern. Die Gruppe wird von mindestens zwei ausgebildeten AAT© Trainern/innen begleitet. Ebenso nimmt ein erfahrener „Exschläger“ als Tutor teil.

Kosten

nach Vereinbarung

3 comments on “Anti-Aggressivitäts-Training ©”

  1. minnie Antworten

    Hallo,

    ich habe seit ein paar Jahren ständig heftige Wutausbrüche (meist wegen Kleinigkeiten) und Heulattacken und möchte immer alles kurz und klein hauen (was ich dennoch nicht tu) bin ich dann bei Ihnen richtig oder gibt es dafür ein anderes “Training’?

    Ich bin mit dem Handy auf ihrer Homepage gelandet und kann nicht wirklich sehen ob die Kurse in Heidelberg stattfinden. Wäre jedenfalls gut für mich.

    Bin derzeit in der Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten im 1. Lehrjahr und habe somit nur am Wochenende , im Urlaub oder auch abends Zeit! Geht das?

    Liebe Grüße,
    Minnie (19 Jahre)

    • sandvoss Antworten

      Hallo Minnie,
      manchmal gibt es schwierige Lebensphasen, die mit Frust oder Beziehungsstress zusammenhängen können. Ich empfehle dir dich mal von einem guten Verhaltenstherapeuten beraten und unterstützen zu lassen. Manchmal sind es kleine Dinge, die das Leben so schwer machen. Viel Erfolg und liebe Grüße
      Andreas Sandvoß

  2. sandvoss Antworten

    Hallo Stefan,
    So wie Dir geht es vielen Menschen. Manchmal nimmt die Wut einfach Überhand. Ich empfehle Dir den Kontakt zu einem guten Verhaltenstherapeuten in Deiner Stadt. Hier kannst Du Dein Problem schildern und ich bin sicher, dass Du Hilfe bekommst. Diese Hilfe wird von der Krankenkasse bezahlt und hilft Dir schnell, wenn Du motiviert bleibst.

    Viel Glück und Erfolg.

    Andreas Sandvoß

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Prof. Dr. phil. Jens Weidner Studium der Erziehungswissenschaften und Kriminologie(Diplom – Sozialpädagogik, Universität Lüneburg)

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Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.

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Anti-Gewalt-, Coolness- und Deeskalationstraining Helmut Kuhfuß, Andreas Sandvoß

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Landesjugendring NRW 7. Fachforum Rechtsextremismus: Akzeptieren oder konfrontieren? Zum pädagogischen Umgang mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen

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Hauptstelle RAA NRW Regionale Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien

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“Krämer-Trainings” ist neben vielen Jahren Erfahrung in der präventiven Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, ein Pool von zertifizierten Trainern und Trainerinnen für konfrontative Pädagogik

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Informationen zur beruflichen Weiterqualifizierung zumAnti-Gewalt-TrainerIn & DeeskalationstrainerInvon Krämer Trainings und demZentrum für Konfrontative Pädagogik.

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und DeeskalationstrainerIn

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Zentrum für Konfrontative Pädagogik.

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